Freitag, 28. Februar 2014

One Pot, one Dish: Rotes Hühnchen-Curry


Das eins gleich mal klar ist, ich bin der härteste Kerl unter der Sonne. Ein Lonely Ride, per se. Denn ich trenn mich grad von allem, ich brauch nichts mehr! Bitte nicht zu verwechseln mit niemanden, denn beim Vegetarier und allen anderen bin ich ein absolutes Weichei und Gesellschaftstier. Allein sein? Bitte nur in der Küche. Die Rede ist (noch immer) vom blöden Krempel. Ja, es tut mir ja leid, ich red noch immer davon. Vom Thema Umzug nämlich!

Ich bin ja von Natur aus ein Sammler. Aber ich versuch's mir abzugewöhnen. Ich schwöre! Denn bei dem Gedanken wirklich ALLES in die neue Wohnung zu schleppen, kommt mir der Graus! Ich habe mit kleinen Schritten begonnen. Aus dem Kleiderschrank flog mal alles, an das ich mich gar nicht mehr erinnern konnte, dass ich es besitze. Dann kam ich langsam ins laufen. Als nächstes mussten meine Magazine weichen! Wer braucht GQs aus dem Jahr 2004? Niemand? Eben. Weg!

Vom Bücherregal aus starren mich währenddessen Schundromane vom letzten Strandurlaub und unberührte Tolstoi-Wälzer an. Weggeben? Nein. Ich schau weg, ihr kommt mit!

Als letztes kommt die Härteprüfung: Die Küche. Etwas aussortieren? Nie! Schließlich brauche ich jeden einzelnen der unzähligen Teller und Schlüsselchen. Was mach ich denn sonst, wenn spontan mal 300 Personen zum Essen vorbei kommen? Eben! Scheinheilig sortiere ich dann doch noch ein rotes Plastik-Ding aus, von dem ich sowieso nicht weiß, was es genau tut (und ich noch dazu ein zweites hab). Schnell raus hier, bevor mir klar wird, dass ich auch in der Küche einiges los werden muss...

Aber mein größtes Problem in der Küche ist ja: Statt auszumisten, kommen laufend Dinge dazu! Wie mein neuer LeCreuset-Topf den mir das Designer Outlet Pandorf für die große #onepotchallenge zur Verfügung gestellt hat. Vier Blogger sollen ein Gericht für das gusseisene Ding kochen und posten. Wer die meisten Likes und Shares auf Facebook, Instagram oder Pinterest bekommt, gewinnt einen 250 Euro Gutschein. Also, ihr wisst was ihr zu tun habt... Als ich dem Vegetarier davon erzählte, ließ er sich es schriftlich geben, dass ich – sollte ich gewinnen – den Gutschein erst nach dem Umzug einlöse. Zwecks tragen und so...

Wer sonst mitmacht? Die Rough Cut Blog Alexandra, Roman von Simply4Friends und Mr. Markus Don Gusto.

Ich schieß' mit scharfen Geschützen und schick ein heißes Hühnchen-Curry ins Rennen. Und ob Gewinnspiel oder nicht: Ausprobieren solltet ihr das so oder so!


Dienstag, 25. Februar 2014

Hier zieht's (um): Pilz Bruschetta


Ihr müsst wissen, die größte Last, die der Vegetarier auf seinen Schultern tragen muss, ist meine Liebe umzuziehen. In den jetzt bald 11 Jahren seit ich bei meinen Eltern ausgezogen bin, habe ich ungefähr sieben Wohnungen bewohnt und gefühlt 3.000 Kisten gepackt, getragen und ausgepackt. Wie ich es zustande bringe, dass sich in der kurzen Zeit in der ich in einer Wohnung lebe, sich mein Krempel mehr als verdoppelt, ist meines Wissens nach bereits Gegenstand mehrerer Forschungsarbeiten.

In unseren aktuellen vier Wänden habe ich meinen bisherigen Rekord aufgestellt. Wir feiern hier nämlich genau diese Woche unser dreijähriges Jubiläum. Doch es ist nicht so lange her, da fühlte ich so eine kleine Unruhe in mir... Es war wieder mal an der Zeit. Denn auch wenn wir unsere Wohnung sehr gern haben (wirklich!), ist die Küche doch etwas weit weg vom Esstisch, das Schlafzimmer dann doch nicht so ruhig wie gewünscht und überhaupt lässt sich mein Vorhaben sämtliche Gemüsearten der Welt auf dem ein Quadratmeter-Klopfbalkon anzupflanzen, nur schlecht umsetzen. Also muss etwas mit Terrasse her.

Und auch wenn der Vegetarier stets ein klein wenig zusammen zuckt, wenn ich nur in Richtung des Immobilienteils der Wochenendzeitung luge, hat er dann vor einiger Zeit doch eingewilligt, dass wir ja mal Ausschau halten können nach was Passendem. Anscheinend ist es weniger Aufwand unser ganzes Zeugs zu schleppen als mir den lieben, langen Tag beim – auf gut österreichischen – sudern  zu zu hören.

Und siehe da, nachdem ich nun in der Stadt so ziemlich jede Wohnung kenne, die in den letzten Monaten zur Vermietung angepriesen wurde, haben wir eine neue Bleibe! Und nächste Woche geht's los mit dem Umzug. Meine innere Unruhe? Die hat sich in die Sorge verwandelt, dass ich jetzt alles einpacken muss. Der Vegetarier meint, ich solle ausmisten. Na, schau ma mal...

Apropos, auch der Blog zieht um! Was das für euch bedeutet? Solltest ihr die Adresse thestepordhusband.blogspot.co.at (.de oder ähnliche) gespeichert haben, ändert diese bitte auf www.thestepfordhusband.at Aber keine Sorge, alle Infos dazu gibt's eh noch bald im Detail. Ich geh jetzt erstmal packen!

Mittwoch, 29. Januar 2014

The Stepford Kitchen, oder: Wie man seinen Freunden zu seinem Geburtstag einheizt!


Vor einem runden Geburtstag macht sich Mensch zur Abwechslung mal keine Gedanken darüber was wohl noch kommen wird, sondern was schon war. Bilanz ziehen halt. Hab ich genug gefeiert? Genug gesehen? Einen Baum gepflanzt? Solche Sachen halt... Nur sollte man bei soviel Nachdenken nicht drauf vergessen diese runden Anlässe auch zu feiern. Und nachdem ich vor kurzem Abschied von meinen Zwanzigern genommen habe, habe ich vergangenes Wochenende Freunde versammelt um eben das zu feiern.

Und auch wenn ich kein Problem mit dem älter werden habe (ehrlich!), habe ich meinen Geburtstag selten wirklich groß gefeiert. Blieb also die Frage: Wie feiern? Die Nacht durchtanzen in einem Club? Nicht so meins. Essen gehen? Schnarch! Und zu Hause feiern bedeutet jede Menge Vorbereitungen: Schneiden, schälen, Häppchen richten. Denn am besten feiert man halt noch immer mit Essen. Nur selber kochen am eigenen Geburtstag? Und danach alles selbst wegräumen?! Auch blöd. Also doch lieber die anderen Kochen lassen. Und am besten gleich einen Wettbewerb draus machen. Schließlich sollen sich die Freunde auch anstrengen. Ist ja schließlich nicht irgendein Geburtstag...

Die Location war schnell gefunden: Das Kochstudio Die Pause im siebten Wiener Gemeindebezirk hatte die richtige Größe für die beinahe 30 Personen und eine charmante Betreiberin (die dort übrigens auch Kochkurse anbietet!). Also perfekt! 

Und da Ja!Natürlich dieses Jahr selbst einen runden Geburtstag – jugendliche 20 Jahre nämlich – feiert, zeigten die sich besonders spendabel und machten mir ein Geburtstagsgeschenk! Sie versorgten uns mit den benötigten Lebensmitteln und Schürzen für alle (Worüber sich vor allem die Outfits der Gäste freuten....).

Nachdem es beinahe alle geschafft hatten pünktlich zu kommen (eine Seltenheit!), ging's los! Ihre Aufgabe: In fünf gelosten Teams – zwecks Gruppendynamik und so – innerhalb von 60 Minuten ein Gericht zu zaubern. Abstimmen würden im Anschluss dann alle – schließlich bin ich nicht so wahnsinnig und entscheide das alleine! Jeder gibt eine Stimme für sein Lieblingsgericht ab. Für sein eigenes stimmen gilt nicht. Eh klar!

Ready, Steaty, Chaos! Denn während die einen nach einer gefühlten Minute bereits ihr Risotto rührten, begannen andere erstmal in Ruhe zu diskutieren was man denn so kochen könnte.

"Gibt's Feta?" – "Ist schon weg."
"Machen wir was mit Avocado?" – "Das ist die letzte..."
"Was haben wir noch?" – "Kartoffeln."

Am Ende wurden dann scharfer Glasnudelsalat, Pilzrisotto, Salat mit roter Bete und Ziegenkäse, kleine Päckchen mit unterschiedlichen Füllungen, drei verschiedene Bruschetta, scharfe Kürbissuppe und ein Apfelstrudel serviert. Na dann, Mahlzeit! Wurde auch Zeit, denn der Wein wurde nicht nur ins Risotto, sondern auch ganz fleißig in die Köche gegossen...

Als Gewinner wurde Gruppe Küribssuppe/Apfelstrudel gewählt. Die Streber hatten nämlich gleich zwei vorzügliche Gerichte kredenzt. Als Preis wurde der goldene Kochlöffel (kleines do it yourself Projekt von mir) überreicht und ein Warengutschein von Ja!Natürlich um den kulinarische Ehrgeiz auch in der eigenen Küche weiter leben zu können.

Vielen Dank an alle die da waren und die mich unterstützt haben! Es war eine sehr feine Feier!

Übrigens: Wer die Party auch aus der Perspektive meiner Gäste sehen möchte, findet deren Bilder  auf Instagram unter dem Hashtag #stepfordkitchen


Die Strebe.. ähm, Gewinner-Gruppe samt scharfem Kürbisshot!

Donnerstag, 16. Januar 2014

I'm a Yogi, here me roar: Rote Bete Galette


Ich bin jetzt Zen. Der Vegetarier und ich hatten nämlich neulich unsere erste Yoga-Stunde. Also bin ich jetzt Zen, ihr versteht. Denn während sich der DurchschnittsösterricherIn traditionell für's neue Jahr vornimmt sich besser zu ernähren und mehr Sport zu machen, habe ich mich erstmal gleich von meinem Fitnessstudio abgemeldet. Anstatt jedes Monat den Mitgliedsbeitrag zu zahlen, hätte ich nämlich genauso gut meinen Gasherd mit Fünf-Euro-Scheinen anzünden können.

Da sogar mich (Anti-Sportler der höchsten Güte) mein hohes Alter (der runde Geburtstag, ihr erinnert euch) zur Weisheit gebracht hat, dass es ganz ohne Bewegung auch nicht geht, haben der Vegetarier und ich uns also jetzt für eine Yoga Stunde angemeldet. Schon der Name des Studios versprach, dass man sich gut fühlen würde. Was sollte also schief gehen. Eigentlich eh nix.

Also wechselte ich gut 60 Minuten vom hängenden Hund in die Kobra, machte den Pfau und formte mit meinem Körper anderes Getier. Ich glaube, eine Brezel war auch dabei. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Figur anders heiße hätte können. Drei Dinge die ich dabei über Yoga heraus gefunden habe:

1. Es ist bei weiten anstrengender und gleichzeitig entspannender als ich bisher dachte.
2. Man braucht Platz! Außer man hat das Tiefe verlangen auf menschlichen Kontakt mit anderen Yogis.
3. Man sollte die Augen geschlossen halten. Zwecks der Entspannung, eh klar. Aber auch, weil so manche Figur doch zum Schmunzeln (oder in meinem Fall lautes Lachen) anregt.

Alles im allen hab ich aber vor allem gemerkt, wie wenig dehnbar ich bin. Des öfteren war ich froh, als die Trainerin A. meinte, dass man ruhig das eine oder andere Gließmaß zur Entlastung auf den Boden stellen könnte. Echte Yogis können anscheinend Gedanken lesen...

Einen Teil der letzten 20 Minuten verbrachten wir dann schließlich am Rücken liegend auf unserer Matte. Atmen und entspannen. Jetzt war meine großer Moment gekommen. Schließlich bin ich im Atmen und Entspannen Weltmeister. Was konnte schief gehen? Ein Kinderspiel! Der Yogi-Status war mir so gut wie sicher! Das Gefühl wurde noch besser, als Trainerin A. sich dem Vegetarier  zuwandte und ihm Hilfestellung bat. Mir entwich dabei fast ein lautes "HA!" – meine Konkurrenzgedanken, konnte anscheinend weder der Pfau, noch der Hund ganz unterdrücken. Die Hilfestellung entpuppte sich schnell als Eukalyptus-Öl, das einmassiert wurde. Nagut, also doch Gleichstand.

Dafür liege ich im Galette backen noch immer vorne. Das gibt sogar der Vegetarier zu...

Montag, 13. Januar 2014

So ein Schmarrn: Wintersalat mit Reis, Kürbis und Granatapfel



Ihr müsst verzeihen, wenn sich heut der eine oder andere Tippfehler einschleicht. Bei uns gab's vor kurzem nämlich Kaiserschmarren. Ihr seht nicht gleich den Zusammenhang? Nein?! Na gut, also: Als braver Husband wollte ich dem Vegetarier und mir einen Kaiserschmarren zum Abendessen machen. Ich gieß also den Teig in die Pfanne und brate ihn kurz an, um ihn anschließend im Backofen fertig zu backen. Eh klar! Und so mancher weiß vielleicht auch schon, worauf ich hinaus will...

Als er nach so gut zehn Minuten fertig gebacken war, nahm ich die Pfanne aus dem Backofen. Mit Topflappen, versteht sich. Schließlich würd nur ein Idiot auf das heiße Metall greifen, oder? Eben. Vertieft ins Gespräch mit dem Vegetarier (wie man aus Hollywoods Romantikkomödien schließlich weiß, führt jedes Paar jeden Abend wahnsinnig tiefsinnige Gespräche voller Fremdwörter und mit ganz vielen Schachtelsätzen. Ihr wisst schon…) holte ich mir einen Bratwender aus der Schublade. Der Schmarrn wollte schließlich gewendet werde um fertig zu backen.

Und zack, landete meine Hand auf dem heißen Metallgriff der Pfanne. Ein Schrei, kaltes Wasser und eine Brandwunde quer über die linke Hand. Mindestens Verbrennungsgrad 100! Männer können schließlich nicht nur wahnsinnig gut mehrere Dinge gleichzeitig tun, sondern noch viel besser leiden.

Dass ich das Angebot des Vegetariers ausgeschlagen habe, weiter zu kochen, erzähl ich euch jetzt aber genauso wenig, wie dass ich – zwei Minuten später – dann noch mit rechten Hand auf den heißen Griff gegriffen habe. Schrei, kaltes Wasser, Brandwunde (Grad 200!) und stundenlangem Gelächter…

Kurzum: Es ist besser, wenn ich erstmal bei Kaltem bleibe. Deshalb heute für euch: Ein Wintersalat.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Gar nicht blutig: Karfiol-Steak mit Oliven-Relish


Da bin ich wieder! Neues Jahr, neues Glück, also. Die Feiertage samt Jahreswechsel waren eh wie immer: ruhig, erholsam und vor allem fleischlastig. Da ja manche Familienmitglieder der Meinung sind eine Mahlzeit sei keine Mahlzeit, enthalte sie nicht mindestens ein halbes Kilo Fleisch. In meinem Küchenalltag eher eine Seltenheit. Der Vegetarier an meinem Tisch, ihr versteht...

Doch das ist wohl nicht der einzige Grund, warum grad alle über's Thema vegane Ernährung reden. Kollegin N. sucht fleißig tierlose Rezepte (der Liebe wegen), die einzigen Kochbücher, die es anscheinend wert sind dieses Jahr zu lesen sind vegane (sagen die Frühjahrs-Kataloge) und Journalistin Katharina Seiser übt sich grad im Selbstversuch (schildert sie auf ihrem Blog Esskultur.at).

Alles im allem Grund genug, dass auch ich vegan ins neue Jahr starte. Zumindest mit einem Rezept. Babysteps, bitte!

Dienstag, 24. Dezember 2013

Alle Jahre wieder: Mein Weihnachtsessen!


Ich mach's ganz kurz. Versprochen. Denn heute ist Weihnachten und ich kenn euch ja, jeder von euch hat heut noch ein paar Dinge zu besorgen, Geschenke einzupacken und Essen zu kochen. Geht mir ja nicht anders!

Trotzdem möchte ich euch noch kurz vom letzten Samstag erzählen. Da habe ich nämlich, wie jedes Jahr – kurz bevor alle Nicht-Wiener für die Feiertage aus der Stadt verschwinden – eine Handvoll Freunde zum traditionellen Weihnachtsessen bei uns eingeladen. Vom großen Weihnachtsbaum über leckeres Essen bis hin zu Geschenken gibt's dann alles was irgendwie dazu gehört. Und da eine Auflistung der Geschenke jetzt irgendwie langweilig wäre, erzähl ich euch lieber, was ich zu essen gemacht habe…