Freitag, 24. Mai 2013

Süsses Ende: Einfache Panna Cotta mit Ahornsirup und pochierten Birnen


Ich weiß eigentlich gar nicht, wie wir's Zustande gebracht haben, aber irgendwie haben der Vegetarier und ich Anfang des Jahres zu jeder Einladung "Ja und Amen" gesagt und dann noch voller Ehrgeiz Wochenendtrips geplant. Tut man gern und leicht, wenn es draußen stürmt und schneit. Denn da versteckt man sich unter Decken auf der Couch – am besten von wärmendem und wohltuendem Essen umzingelt – und denkt sich: "Wenn's dann warm ist, dann fahren wir ganz viel weg..."

Mittlerweile stecke ich in einem Marathon fest und mir geht bald die Puste aus. Seit Mitte April haben wir jeden Freitag (manchmal sogar schon Mittwoch, verlängertes Wochenende und so...) unsere Taschen gepackt und sind aus der Stadt raus. Familie, Sport, Städtetripps, das Übliche...

Das Merkwürdige: Es stresst! Denn plötzlich verschieben sich Wocheneinkäufe, alle wichtigen Termine, die nicht zu verschieben sind (die eine grenzgeniale Jacke, die man im Internet gesehen hat probieren gehen oder sich die neuen Sneakers holen, die im Newsletter so begehrenswert aussahen – also wirklich Lebenswichtiges!!!) und natürlich das Kochen für den Blog auf die wenigen Stunden nach Feierabend. Ich weiß, Jammern auf hohem Niveau. Aber das eine oder andere Treffen mit Freunden bleibt eben schnell mal auf der Strecke.

Vor zwei oder drei Wochen fand ich zusammen mit dem Fräulein S. dann doch noch einen Lichtblick im Kalender. Den kommenden Sonntag. Der war frei und voller Sonnenschein. Also wurde Picknick mit Freunden groß im Kalender notiert und dreimal unterstrichen. In Gedanken notierten wir: "Denn da wird es sicher schon super schön draußen sein..."

Gestern piepste dann das Handy. Am Display eine Nachricht des Fräulein S.: Am Sonntag regnet's. Was tun? Simpel: Erstmal auf die Couch verziehen. Mit einer großen Schüssel der grad fertig gewordenen Panna Cotta und den pochierten Birnen. Die vertreiben nämlich die Wolken, zumindest im Kopf. Und am Sonntag dann eben gemeinsam frühstücken gehen.

Dienstag, 21. Mai 2013

Wo gehobelt wird...: Spargel Prosciutto Crostini


Kaum ist er da, ist er auch schon wieder weg! Die Tage des Spargels sind schon wieder gezählt... Noch dazu, da ich Anfang Juni ja für zwei Wochen auf Urlaub bin, bleibt mir nicht mehr viel Zeit mit dem Gemüse.

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich drauf gekommen bin, auf die Frage: Kann man Spargel eigentlich auch roh essen? Die Antwort war jedenfalls schnell gefunden: Ja! Und genauso schnell zubereitet waren diese Crostini. Am Donnerstag Abend dienten sie uns als Nachtmahl. Bei der nächsten Runde Drinks mit Freunden kommen sie dann bald mal als Fingerfood auf den Tisch.

Freitag, 17. Mai 2013

Das Grüne vom Ei? Getränketrend grüner Smoothie.


"Hättest du gerne einen grünen Smoothie?" fragte man mich neulich bei einem Termin und hielt mir ein kleines Fläschchen grünes Etwas unter die Nase. Es war früh, ich hatte erst zwei Tassen Kaffee getrunken und sagte ja. Der Inhalt war eine Mischung aus Früchten, Gemüse und frisch gemähter Wiese. Der Geschmack? Besser als zuerst gedacht.

Der Trend der grünen Smoothies geistert ja schon seit einiger Zeit durchs Internet. Doch bisher hatte ich ihn erfolgreich ignoriert. Nach meinem Erstkontakt mit dem grünen Safterl, war das jedoch vorbei. Also ran an den Bildschirm und mal nachlesen was dahinter und vor allem drinnen steckt. Man erfährt, dass dieser Zaubertrunk ein Wundermittel gegen und für eh fast alles ist: Er verbessert die Darmflora, bildet Blut, wirkt entgiftend und desinfizierend und schützt sogar vor Krebs. Aha...

Denn Dank Gemüse und Obst das in so einem Smoothie steckt, ist er vollgestöpft mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Enzymen und Antioxidantien. Oben drauf kommen noch Ballaststoffe, Proteine und Kohlenhydrate.


Mittwoch, 15. Mai 2013

Dick im Küchenkalender anstreichen: Der Restaurant Day

[ Baita di Bengal goes SENEGAL, Helsinki / Ravintolapäivä / Restaurant Day 17.11.2012 / Photo: Lassi Häkkinen ] 

Herr V., einer meiner werten Leser, hat mich vor zwei Tagen auf den Restaurant Day aufmerksam gemacht. Kennst du nicht? Ich bis dahin auch nicht und bin jetzt Feuer und Flamme! Ein kleines Grüppchen von Finnen haben diese Aktion bereits vor zwei Jahren ins Leben gerufen.

Am sogenannten Restaurant Day kann jeder ein kleines PopUp Lokal eröffnen. Ob Cafe, Bar oder Restaurant, ob im Park, unten im Hof, auf der Straße oder in den eigenen vier Wänden, ob gratis Verköstigung, fest gesetzte Preise oder freiwillige Spende: Jedem bleibt selbst überlassen, wie er sein kleines Restaurant gestaltet. 

Vier Mal im Jahr findet diese Aktion statt. Und was in Helsinki begann, findet mittlerweile in 42 Ländern statt und Österreich ist mit dabei. Das nächste Mal findet der Restaurant Day übrigens diesen Samstag, den 18. Mai 2013 statt. Und wer da keine Zeit hat, braucht nicht traurig sein. Auch die nächsten zwei Termine stehen bereits fest: 18. August und 16. November 2013. Auf der Website [www.restaurantday.org] findet ihr die Restaurants in eurer Nähe, jeweils mit einer kurzem Beschreibung und wie ihr selbst zum Gastgeber werdet.

Ich finde das eine sehr lustige Idee! Und auch, wenn es diesmal zu kurzfristig war, nächstes Mal werde ich fix die Türen zu meiner Küche öffnen. Jetzt bleibt bis August nur noch zu klären: Was soll ich bloß kochen?!


Dienstag, 14. Mai 2013

Fällt ins Gewicht: Spinatsalat mit warmen Birnen


Seit ungefähr einem halben Jahr bin ich wie besessen von der Suche nach Props für meine Fotos. Oft finde ich kleine Schätze in einem dieser Geschäfte voller Dinge die man eigentlich nicht braucht, aber unbedingt haben will, wie Depot oder Interio. Immer fündig werde ich jedoch auf Flohmärkten bzw. beim Caritas Lager. Auf dem kleinen Regal in der Speisekammer stapeln sich deshalb mittlerweile eine nett anzusehende Auswahl an Email-Geschirr, unterschiedlichster Teller und jede Menge altem Besteck.

Und als ich vor kurzem am Weg in Richtung Heimat, sprich Oberöberösterreich, war, fiel sie mir wieder ein: Die Waage! Die Waage, die schon seit ich denken kann in den Wohnungen und Häusern meiner Eltern herumsteht. Früher recht prominent als Deko im Esszimmer, heute.... ja heute irgendwo versteckt. Also fiel ich wenig später mit der Tür ins Elternhaus hinein und rief: Wo ist die Waage?!

Entdeckt habe ich sie in der Werkstatt meines Vaters. Dort fristete sie ein trauriges Dasein zwischen Farbeimern und Schleifpapier. Ich musste sie einfach retten! Sorgfältig wurde sie von Staub und Schmutz befreit. Prompt lüftete ich damit auch gleich noch ein Familiengeheimnis. (Gut, es war kein Familiengeheimnis, sondern ich wusste es einfach nicht, aber zwecks der Geschichte. Ihr wisst schon...) 

Die Waage war kein blosser Deko-Gegenstand auf – wie würd man heute sagen – vintage getrimmt, sondern ein bisschen so etwas wie ein Erbstück. Es war die Küchenwaage meiner verstorbenen Großmutter. Jetzt musste sie einfach mit!

Und schaut wie fotogen das gute Stück auch noch ist! Und jetzt zwischen dem alten Besteck und den leicht angeschlagenen Tellern sieht sie wieder glücklich aus.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Deli Magazin & The Stepford Husband: Eine Freundschaft.


Das Deli, dem frechen Sprössling vom Koch-Urgestein Essen & Trinken, und ich mögen uns. Sehr sogar. Es war ein bisserl verliebt sein auf den ersten Blick. Denn schon beim ersten Flirt während der Präsentation der ersten Ausgabe im Herbst dachte ich mir: Fesch, süß und bodenständig, aber so gar nicht langweilig! 

Und jetzt habe ich unsere kleine Affaire Schwarz auf Weiß, und auch Pixel für Pixel. Denn gestern erschien die zweite Ausgabe des Food-Magazins und mitten drinnen drei Foodblogger die jeweils ihre Stadt von der kulinarischen Seite vorstellen. Und einer davon bin ich.

Für alle die schonmal ein bisschen gustieren möchte, kann das mit diesem kleinen Video machen. Aber ich warne euch vor: Am Ende werdet ihr sofort los laufen wollen um euch die neue Ausgabe zu holen!


Dienstag, 7. Mai 2013

Kleine Dinger: Rhabarber Tarte Tatin


Nachdem ich mich gerade ausgiebig dem Spargel hingebe, hätte ich beinahe auf andere Stangen vergessen, die sich da klammheimlich auf den saisonalen Speiseplan geschmuggelt haben: Der Rhabarber.

Meine Mutter verarbeitete die große Staude ganz hinten im alten Garten jedes Jahr beinahe komplett zu Kompott. Simpel, aber lecker. Was dann noch übrig blieb, wurde zu einem süß-sauren Kuchen mit Baiser-Hauberl verbacken. Auch lecker. Und wenn ich auch Eischnee als Kind nie besonders viel abgewinnen konnte.

Bei anderen las ich stets, wie großartig der Rhabarber sich mit Schweinefleisch versteht. Kann er ja, aber bei mir bleibt er heute erstmal im süßen Eck. Und da ich das Rezept des mütterlichen Kuchens nicht bei der Hand habe: Tarte Tatin.